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Was wir für Sie leisten erfahren Sie hier
Technische Details Nützliches Wissen für den Fachmann und für den Kunden. Ein wichtiger Bestandteil der ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BlmSchV ist die Bestimmung des Abgasverlustes an nicht genehmigungspflichtigen Kleinfeuerungsanlagen. Diese Abgasverlustbestimmung erfolgt im Rahmen einer Abgasmessung mit geprüften Messgeräten. Tabelle 1 gibt eine Übersicht gesetzlicher Messgrößen in Abhängigkeit des Brennstoffs im Rahmen der 1. BlmSchV.
Tabelle 1
Abbildung 1 zeigt das Funktionsprinzip eines Abgasanalysencomputers, der für diese Messungen TÜV geprüft ist. Über eine Sonde mit Thermoelement zur Bestimmung der Abgastemperatur zieht eine Ansaugpumpe eine Abgasprobe. Diese Gasprobe wird mittels Sensoren im Zellenblock analysiert. Um die Sensoren vor Zerstörung durch Kondensat zu schützen, ist ein Kondensatabscheider implementiert.
Abbildung 1
Der Abgasverlust nach Tabelle 1 wird vom Analysencomputer automatisch aus den Messgrößen nach der Gleichung 1 errechnet und auf einem Display angezeigt.
Der Abgasverlust beschreibt die Wärme, die mit den Abgasen ungenutzt verloren geht. Er ergibt sich nach Gleichung 1 rechnerisch aus der Differenz zwischen Abgastemperatur i und Verbrennungslufttemperatur 1 dem im Abgas gemessenen Restsauerstoffgehalt und den brennstoffabhängigen Konstanten 2 und &
Der Abgasverlust ist rechnerisch auf den unteren Heizwert eines Brennstoffs bezogen. Die Analysencomputer fast aller Hersteller berechnen den Abgasverlust automatisch. Die Konstanten A und B bestimmt das Gerät aus dem eingestellten Brennstoff. Die nebenstehende Tabelle zeigt die momentan gültigen Grenzwerte der maximal zulässigen Abgasverluste nach 1BImschV. Zu dem Grenzwert nach Tabelle 3 werden noch folgende Toleranzpunkte in Abhängigkeit des gemessenen Sauerstoffgehaltes ( Restsauerstoff ) addiert. Diese Toleranzpunkte berücksichtigen eventuelle Messunsicherheiten zu Gunsten des Betreibers.
Tabelle 3
Eine weitere messpflichtige Kenngröße gemäß 1. BlmSchV für Heizöl nach Tabelle 3ist die Rußzahl. Ruß besteht nahezu aus reinem Kohlenstoff. Je besser die Verbrennung einer Feuerungsanlage, desto geringer ist die Russzahl und damit die Schwärzung eines 6 mm großen Prüfflecks auf dem Filterpapier. Bei der Messung der Russzahl wird die Sonde mit eingelegtem speziellen Filterpapier in den Abgaskanal eingeführt und 1,63 Liter Abgas werden in 10 gleichmäßigen Pumphüben durch das Filterpapier angesaugt. Dabei muss nach einem jeweiligen Saughub so gewartet werden, bis der Druck am Filterpapier beendet ist Der gesamte Pumpvorgang muss in maximal 60 Sekunden beendet sein. Auf diese Art führt man drei Einzelmessungen durch. Anschließend erfolgt ein Vergleich der Rußflecken mit den 10 Graustufen einer Russzahlvergleichsskala. Dabei wird nach DIN 51 402 der Rußfleck durch die nächstliegende ganze Russzahl der Vergleichsskala bewertet, anschließend der gerundete Mittelwert gebildet und mit der maximal zulässigen Russzahl verglichen, siehe Tabelle 4.
Klassische Russzahlmessung mit der Vergleichsskala kann jede einzelne Messung nur mit einer ganzen Punkt bewertet werden. Moderne Feuerungsanlagen haben jedoch typisch Russzahlen zwischen 0 bis 1. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Forderung, die Auflösung der Russzahlmessung drastisch zu erhöhen. Das in Abbildung 3 Eignungsgeprüfte Russzahlmessgerät HZ 95 gewährleistet eine Auflösung von 0,1 Hz. Es beinhaltet neben einer Immemissionsmessung mit optoelektronischen Komponenten direkt auf dem Filterpapier im Messkopf der Sonde einen geregelten und vom Mikroprozessor überwachten Absaugvorgang von 1,63 Normlitern [ Sowohl bei der klassischen als auch bei der automatischen Russzahlmessung darf der Fließmitteltest (Beaufschlagung mit Azeton) keine unverbrannten Ölderivate durch Gelbfärbung nachweisen.
Prinzip der Russzahlmessung
Zugmessung Die dritte 1.BIniSchV -messpflichtige Kenngröße nach Tabelle ist der Kaminzug ( Auftrieb oder die Druckdifferenz ). Übliche Druckdifferenzwerte liegen unterhalb 20 Pa ( Negativ ). Zu hohe Zugwerte verschlechtern die Verbrennung und erhöhen die Stillstandsverluste. In diesem Fall können Zugregler bzw. Zugbegrenzer oder Nebenluftvorrichtungen nach DIN 4795 eingesetzt werden. Zu geringe oder durch Windeinfluss stark schwankende Zugwerte können unter anderem durch Schornsteinaufsätze verbessert werden. Bei der Zugmessung ist eine korrekte „Nullung" der Anzeige besonders wichtig. Dabei muss die Sonde aus der Messöffnung herausgezogen werden.
Ringelmann Glas Beurteilung einer Rauchgasfahne mit Ringelmannskala „Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe sind im Dauerbetrieb so zu betreiben, dass ihre Abgasfahne heller ist als der Grauwert 1 in der angegebenen Ringelmann-Skala", 1.BlmSchV, §4 (1). Der visuelle Vergleich einer Rauchgasfahne mit der Ringelmann-Skala, die sechs gleichmäßig abgestufte Grauwerte von 0-5 enthält, erfolgt an der Stelle mit der größten Graufärbung des Abgases kurz oberhalb der Schornsteinmündung [ keine Abbildung zeigt den Gebrauch eines Ringelmann-Glases. Es muss mit dem ausgestreckten Arm so gehalten werden, dass die Rauchkante möglichst genau an der grauen Kante der gefärbten Gläser kurz oberhalb der Schornsteinmündung anliegt.
Staubmessung Bei Feuerungsanlagen über 15 kW Nennwärmeleistung ist entsprechend der 1.BImSchV der maximale Staubauswurf brennstoffunabhängig auf 0,15 g/m3 im Abgas festgelegt [ Die Messung des Staubgehaltes erfolgt gravimetrisch. Dazu saugen die Staubmessgeräte automatisch geregelt in einer Zeitdauer von 15 Minuten 135 Normliter Abgas durch eine beheizte Filterhülse. Durch Auswiegen der Filterhülse vor und nach solch einer Messung wird aus der Gewichtszunahme die Staubbeladung in g/m3 ermittelt. Bei Abgastemperaturen über 225 C müssen entsprechende Rauchgaskühlrohre vor den Filterhülsenhalter geschaltet werden. Bei Holzfeuerungen über 15 kW Nennwärmeleistung ist zusätzlich die in den 15 Minuten Messdauer gemittelte Kohlenmonoxidkonzentration zu bestimmen. Dazu wird ein Teil des bei der Staubmessung abgesaugten Rauchgasstroms in einen Gassammelbeutel geführt und erst im Anschluss an den Absaugvorgang analysiert. Dies hat den Vorteil, dass sich auch sehr hohe aber kurzzeitige CO-Spitzenwerte korrekt bestimmen lassen. Im Staubmessgerät geschieht dies automatisch nach jeder Messung. Der Inhalt eines Abgassammelbeutels lässt sich jedoch auch separat mit dem Abgasanalysencomputer mit „Holzoption" (C0-Sensor bis 16.000 ppm) analysieren. Die bisher beschriebenen Messgrößen sind in der 1. BlmSchV festgelegt. Mit Ausnahme der „CO-Messung" an Holzfeuerungen sind dort keine CO-Grenzwerte festgelegt. Diese werden erst im Rahmen der sicherheitstechnischen Prüfung an Gasfeuerstätten, der „Abgaswegeüberprüfung", überwacht [ Es handelt sich hierbei um eine ergänzende sicherheitstechnische Prüfung, die neben der Abgasverlustmessung der 1. BlmSchV (Tabelle 1) durchgeführt wird und primär der Sicherheit der Anlagennutzer dient. Diese Sicherheitsprüfung ist in der Kehr- und Überprüflingsordnung der einzelnen Bundesländer geregelt [ Tabelle 5 nennt die 16 Arbeitsvorgänge der ‚Abgaswegeüberprüfung" und ordnet ihnen das entsprechende Prüf- und Reinigungsgerät zu.
Abgaswegeüberprüfung "CO-Messung" an Gasfeuerungsanlagen Da die CO-Messung hinter der Strömungssicherung erfolgt, ist die ursprüngliche CO-Konzentration bereits an der Strömungssicherung durch Frischluft verdünnt Aus diesem Grunde wird dieser verdünnte Abgas‚ mit Hilfe der gemessenen Sauerstoffkonzentration O2 nach Gleichung 2 auf den unverdünnten Wert umgerechnet, da eine zunehmende Verdünnung mit Frischluft zu einem Anstieg des Sauerstoffs führt.
Gleichung 2 Der Referenzsauerstoff O2 in Gleichung 2 ist bei Öl- und Gasfeuerstätten O = 0 Vol. %. Zur Beurteilung des Messergebnisses darf nur der nach Gleichung 2 genormte Messwert mit den Grenzwerten der folgenden Tabelle 6 verglichen werden.
Tabelle 6 In letzter Zeit wird immer häufiger eine CO-Messung in der Raum- bzw. Umgebungsluft durchgeführt da rückströmen des Abgas zu gefährlichen CO-Vergiftungen führen kann. Diese GO-Umgebungsmessungen in der Raumluft können einerseits mit unserem Kohlenmonoxid-Messgerät, andererseits aber auch mit einem normalen Abgasanlagen, durchgeführt werden. Bei Verwendung eines normalen Abgasanalysators muss jedoch sichergestellt sein, dass während der Kalibrierung die Frischluft absolut frei von GO-Anreicherungen ist. So enthält beispielsweise auch nach einer längeren Rauchpause die Atemluft eines Rauchers bis zu 10 ppm CO. Würde mit dieser Konzentration die „Nullung" in der Kalibrierphase durchgeführt, so wäre der Analysencomputer 10 ppm weniger CO-empfindlich. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) für CO beträgt zur Zeit 30 ppm. In Zweifelsfällen sollte der Analysencomputer draußen mit Frischluft in verkehrsarmer Umgebung kalibriert werden. Bisher wurden die Messungen im Rahmen der Abgasanalyse ausschließlich zur Immissionsüberwachung und sicherheitstechnischen Überprüfung von Feuerungsanlagen durchgeführt Im Folgenden sollen vereinfachte Einstell- und Wartungsarbeiten an Brennen behandelt werden.
Luftüberschusszahl Gleichung 3
Eine der wichtigsten Messgrößen bei der Einstellung von Feuerungsanlagen ist der Restsauerstoff im Abgas aus diesem Sauerstoffgehalt wird nach Gleichung 3 die Luftverhältniszahl A berechnet. Die Luftverhältniszahl (Lambda) gibt das Verhältnis der tatsächlich vorhandenen Luftmenge zur theoretisch erforderlichen Luftmenge an. Bei der theoretischen Verbrennung ist im Abgas aller Sauerstoff ‚verbrannt", so dass nach die Luftverhältniszahl Ä= ist. In der Praxis ist jedoch immer ein Luftüberschuss (Ä >1) für eine saubere einwandfreie Verbrennung notwendig. Im Allgemeinen kann davon ausgegangen werden, dass eine Feuerung, deren Luftverhältniszahl A nach Tabelle 7 eingestellt ist „sauber" verbrennt.
Tabelle 7 Die dritte Spalte in Tabelle 7 gibt den Bereich charakteristischer C0 an. Diese CD werden in der modernen Abgasmesstechnik ebenfalls automatisch aus dem gemessenen Sauerstoffgehalt und dem brennstoffspezifischen CO - Wert nach GI. 4 berechnet (Heizöl: CO = 15,4%; Erdgas C0 = 11,8 %).
Moderne Heizungsanlagen in Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik erzeugen immer weniger Abgasverluste. An die Reduzierung der Abgasverluste ist die Abgastemperatur gekoppelt. Niedrige Abgastemperaturen können jedoch dazu führen, dass die Abgase nicht mehr über genügend Energie verfügen, um durch den Schornstein oder die Abgasleitung ins Freie zu entweichen. Um dennoch eine einwandfreie Funktion der Heizungsanlage zu gewährleisten, müssen die Abgase mit Hilfe von Gebläsen oder Ventilatoren ins Freie transportiert werden. Hierbei entsteht ein Überdruck innerhalb der Abgasanlage. Eventuelle Undichtheiten in den Abgasleitungen würden also zum Austritt giftiger Abgase in die Raumluft führen. In der EN 1443 „Abgasanlagen — Anforderungen" sind Grenzwerte für die Dichtheit verschiedener Abgasanlagentypen festgelegt worden. In der Tabelle 1 sind einige Abgasanlagentypen mit ihren zulässigen Leckvolumenströmen aufgelistet.
Dichtheitsprüfungen an Abgasanlagen Bei der Messung der Dichtheit einer Abgasanlage wird zunächst denn der Tabelle 1 für jeden Anlagentyp spezifische Prüfdruck automatisch aufgebaut. Der zur Aufrechterhaltung dieses Prüfdruckes notwendige Luftvolumenstrom wird gemessen. Durch Mitte des Luftvolumenstromes über den Messzeitraum von ca. 1 min wird dann der Leckvolumenstrom ermittelt (siehe auch Abb.1) Nach Eingabe der Anlagengeometrie (Länge, Breite, Durchmesser oder Umfang) wird der gemessene Leckvolumenstrom V mit dem aus der Leckrate nach Tabelle 1 errechneten zulässigen Leckvolumenstrom V verglichen. Turbinengebläse oder Drehschieberpumpe = Messverfahren
Der zulässige Leckvolumenstrom wird nach entsprechender Gleichung berechnet: zulässige Leckrate der Anlage innere Oberfläche in m über den Prüfdruckverlust Überdruck zwischen Innen- und Außenfläche der Anlage während der Prüfung in Pa.
Anwendungsgebiete Hochhäuser, große Bürobauten, innenliegende Bäder und Toiletten, Versammlungsräume etc. werden kontrolliert belüftet. Im Rahmen der kommenden Energieeinsparverordnung werden Niedrigenergiehäuser in Zukunft Standard bei Neubauten werden. Niedrigenergiehäuser sind ohne kontrollierte Lüftung nicht zu denken. Dementsprechend wird der Messung der Lüftung und des Klimas in Zukunft eine weit stärkere Bedeutung zukommen als heute. Im Folgenden sollen die Messungen gelistet und Hinweise zu ihrer einwandfreien Durchführung gegeben werden. Messgrößen In VDI 2079 "Abnahmeprüfung an Raumlufttechnischen Anlagen" werden die durchzuführenden Messungen und die Messverfahren gelistet:
• Messung des Luftstromes
• Messung der Raumluftgeschwindigkeit • Messung der Lufttemperatur • Messung der Luftfeuchte • Messung des Schallpegel • Messung der Stromaufnahme Im Rahmen der Lüftungsmessung sollen Schall und Stromaufnahme hier nicht betrachtet werden. In VDI 2080 „Messverfahren und Messgeräte für Raumlufttechnische Anlagen" werden zusätzlich noch erwähnt: Luftreinheit und Partikel, Druck, Leckluftstrom und Flüssigkeitsstrom, von denen hier nur der Druck zusätzlich betrachtet werden soll. Regelwerke und Normen In verschiedenen technischen Rege wird auf Lüftung Bezug genommen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien erwähnt
• ASR 5 — Lüftung, zu § 3 der Arbeitsstättenverordnung
• ASR 34/1-5 Umkleideräume • ASR 35/1-4 Waschräume • ASR 37/1 Toilettenräume • DIN 18 017 Teil 3 Lüftung von Bädern und Toilettenräumen ohne Außenfenster • DIN 1946 Raumlufttechnik Dl — Lüftungsregeln) Teil 1 RLT, Terminologie, Symbole • DIN 1946 Teil 2 - Gesundheitstechnische Anforderungen • DIN 1946 Teil 3 Lüftung von Fahrzeugen • DIN 1946 Teil 4 RLT Anlagen in Krankenhäusern • DIN 1946 Teil 6 RLT Lüftung von Wohnungen • DIN EN 832 Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden Eine ausführliche Listung vieler Normen und technischer Regelwerke findet sich in Recknagel, Sprenger, Schramek „Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik" Oldenburg 97/98. Wesentliche Werte werden hier wiedergegeben. Messgrößen und Druck (Einheit Pa bzw. hPa) abgeleitete Größen Wesentliche Anwendungen sind Über- / Unterdruckmessungen zwischen Räumen, zwischen Räumen und der Außenwelt, in Kanälen und Schornsteinen bzw. Abgasanlagen sowie zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit von Gasen und für alle Arten Dichtheitsprüfungen (stationär oder dynamisch). Messhinweise: Bei Differenzdruckmessungen sollte die Messsonde immer gut abgedichtet sein, hierzu werden Dichtkonen bzw. Dichtmanschetten verwandt Zur Differenzdruckmessung zwischen Räumen bzw. zur Außenwelt wird ein Anschluss praktisch dicht über eine biegsame Edelstahlkapillare hergestellt, die durch einen Tür- bzw. Fensterspalt gelegt werden kann. Da elektronische Drucksensoren driften können, sollte jeweils vor der Messung der Nullpunkt justiert werden. Druckmesswerte (z.B. zwischen Außenwelt und einem Zimmer) können sehr starke zeitliche Schwankungen au Dementsprechend ist die Messwertanzeige mechanisch oder elektronisch zu dämpfen bzw. eine Mittelwertbildung zu ermöglichen. Temperatur (Einheit 1 bzw. K) Wesentliche Anwendungen sind Oberflächen- Wandtemperaturen, Temperaturen in Kanälen und Schornsteinen bzw. Abgasanlagen, Lufttemperaturen inner— und außerhalb von Strömungen, Temperaturen von Heiz- und Kühl- Temperatur als Maß für abgeleitete Größen wie z.B. Strahlung und Taupunkt. Messhinweise: Bei Messungen in Kanälen sollte die Messsonde zum Vermeiden von Falschmessungen durch Einfluss des Fühlers selbst mindestens 15 x Sondendurchmesser in das zu messende Medium hineinragen (Faustregel für schlanke, dünnwandige Fühler, bei dickwandigen Fühlern entsprechend mehr). Insbesondere bei Messungen in Kanälen mit Unterdruck ist die Sonde gut abzudichten (mit Dichtkonen e Dichtmanschetten) um Verfälschungen durch nachströmende Umgebungsluft zu vermeiden. Bei größerer Temperaturdifferenz zwischen Wand und zu messendem Medium ist der Einfluss der Strahlung durch isolierte Abschirmung möglichst auszuschalten. Bei Temperaturdifferenzmessungen sollte für beide Messungen derselbe Fühler (auf zeitliche Drift achten) oder es sollten zwei Fühler deren Gleichgang nachgewiesen ist, benutzt werden, da naturgemäß der relative Fehler bei der Messung einer kleinen Differenz erheblich werden kann, obwohl der absolute Fehler beider Fühler den Anforderungen genügt. Bei Messungen der Oberflächentemperatur mit Thermoelementen oder Widerstandsthermometern ist der Einfluss der Umgebungstemperatur auszuschalten. Hierzu wird die Umgebung durch eine gut isolierende Kappe abgeschirmt und - wenn nötig - ein enger Kontakt zwischen Fühler und Oberfläche durch Wärmeleitpaste hergestellt. Temperaturfühler haben je nach Bauart ein unterschiedliches zeitliches Ansprechverhalten. Durch Verfolgen des Messwertes ist sicherzustellen, dass sich die Anzeige dem Endwert hinreichend genähert hat (Bsp. für Anzeigezeit: 90 % des Anzeigewertes werden in 20 Sek erreicht. Will man 99 % des Endwertes erreichen, muss man mindestens 40 Sek. vor der Ablesung warten). Die Ansprechgeschwindigkeit des Messgerätes ist besonders bei schnellen Temperaturänderungen zu berücksichtigen.
Feuchte (Einheit: absolut In g/m trockener Luft oder relativ in % in Abhängigkeit von Luftdruck u. Temperatur) Der Feuchtegehalt kann über die Taupunkttemperatur und die relative Feuchte über die Trocken— und die Feuchtkugeltemperatur unter Berücksichtigung des Luftdruckes bestimmt werden. Wesentliche Anwendungen sind Messungen zur Einstellung von Klimaanlagen sowie in prozesstechnischen Anlagen. Messhinweise: Bei Messungen hinter Befeuchten und Kühlem ist auf die örtliche Verteilung (das Profil) zu achten. Vor der Messung sind die Geräte (üblicherweise mit kalibrierten Lösungen) zu justieren, wobei auf gleiche Temperatur von Messfühler und Kalibriereinrichtung zu achten ist. Raumluftgeschwindigkeit ( Einheit: m/s ) Wesentliche Anwendungen sind Messungen zur Einstellung von Be— und Entlüftungen in Räumen. Messhinweise: Bei den Strömungen handelt es sich allgemein um turbulente Strömungen, deren Wert start schwankt. Dem entsprechend muss eine statistische Auswertung bzw. Mittelwertbildung im Gerät eingebaut sein. In Räumen bis zu 30 m2 Grundfläche genügen im Allgemeinen zwei Messstellen. Sind in dem Raum Daueraufenthaltsplätze vorgesehen, so ist bevorzugt an diesen Stellen zu messen. Auf die Randbedingungen während der Messung ist besonders zu achten (Zustand der Regelung, Wärmequellen, Türen, Fenster, Sonnenschutzvorrichtung, Nordtemperaturen) Luftstrom (Einheit: m3/h ) Der Luftstrom wird entweder integral über den gesamten Querschnitt in einer Messung erfasst /erfahren mit Sammeltrichtern oder punktuell als Strömungsgeschwindigkeit ( m/s ) , die dann mit dem entsprechend wirksamen Querschnitt multipliziert wird. Wesentliche Anwendungen sind Messungen am Einlass oder Auslass von Kanälen (Lüftungsöffnungen) sowie in Kanälen. Bei den Messgeräten ist zu unterscheiden zwischen Methoden, bei denen ein Differenz druck gemessen wird (Düsen, Prandtl — Staurohre) und Verfahren, bei denen mit minimalem Differenzdruck eine Geschwindigkeit bzw. in Verbindung mit einem Kanal ein Volumenstrom gemessen wird. Für Lüftungsmessungen sollte nu integrales Volumenstrommessverfahren mittels Hitzdrahtmesskopf verwendet werden, da nur bei diesem Volumen der Luftstrom am Aus- bzw. Einlass so gut wie nicht gestört wird. Messhinweise: Setzen Sie den Trichter dicht an die Aus- bzw. Einlassöffnung an und beachten Sie die Gegendruck im Raum (Türen/ Fenster offen - geschlossen). Außerdem sind Beeinflussung durch andere Lüftungen (z.B. Absauanlagen ) und der stationäre Betrieb der Anlage zu beachten. Bei Messung in Kanälen mit dem Prandtl—Rohr muss die Einführung gut abgedichtet und das Strömungsprofil berücksichtigt werden. Luftwechselzahl (Einheit : I/h) Die Luftwechselzahl ist eine abgeleitete Größe, die sich aus dem Luftstrom dividiert durch das Raumvolumen ergibt. Wesentliche Anwendungen: Die meisten Lüftungsregeln schreiben eine bestimmte Mindestluftwechselzahl vor bzw. schreiben einen bestimmten Luftstrom bezogen auf eine Bezugsgröße vor (z.B. pro Kopf oder pro m Dementsprechend besteht der Nachweis der Regeleinhaltung allgemein aus der Messung des Luftstromes und der Ermittlung des Rauminhaltes. Direkte Verfahren zur Messung der Luftwechselzahl an einem bestimmten Ort (z.B. Kopfhöhe des Mitarbeiters am Schreibtisch) beruhen in der Regel auf Spurengasmessungen. Aus dem Konzentrationsverlauf des Markierungsgases an dem bestimmten Ort (ggf. nach Stoßmarkierung der Zuluft) kann die Luftwechsel unmittelbar ermittelt werden. Eine solide Messung ermöglicht beispielsweise das Telaire 7001 in Verbindung mit der angebotenen Excel-Software. Messhinweise: Neben der Ermittlung der Luftwechselzahl sollte immer auch eine Beurteilung der Strömungsführung treten. Sollte der Verdacht auf Strömungskurzschlüsse bestehen (d.h. dass die eintretende Luft nicht gleichmäßig im Raum verteilt w sollte auf jeden Fall der Strömungsverlauf mittels Rauchröhrchen demonstriert werden. Bei natürlicher Lüftung ist mindestens die Strömungsrichtung durch Rauchröhrchen nachgewiesen werden. Feuchtigkeitskontrolle in Baustoffen (Einheit: % Feuchtegehalt) In Gebäuden werden die unterschiedlichsten Baustoffe verbaut und abhängig von Wetter, Benutzung, Alter nach Fertigstellung ändert sich der Feuchtigkeitsgehalt des Materials. Hinzu kommt, dass drei verschiedene Mechanismen für den Feuchtigkeitseintrag zu berücksichtigen sind: Aufsteigende Nässe von unten oder außen, kondensierende Nässe (z.B. bei Kältebrücken) und Feuchtigkeitsveränderung durch Diffusion, d.h. dem Ausgleich mit der umgebenden Luft. Für Holz kann aufgrund seiner Eigenschaften (spezifisches Gewicht und relativ homogene Struktur abhängig von der Holzart) ein Messwert „Relative Feuchte bezogen auf Trockengewicht" ermittelt und bewertet werden. Zur Beurteilung der anderen Materialien hilft man sich mit einem Wert, der aussagt: Wenn Holz mit diesem Material in engem Kontakt stünde, dann hätte es eine Feuchtigkeit von X %. Auf diese Weise erhält man einen ersten Anhalt ob das Material noch übermäßig feucht ist oder sich schon einem Gleichgewichtszustand mit der umgebenden Luft angenähert hat Zur Beurteilung sollte auch die Wandtemperatur und die relative Luftfeuchte bzw. der Taupunkt der Luft herangezogen werden, um die Randbedingungen der Messung festzuhalten und evtl. Kondensation festzustellen. Messverfahren: Betonestrich wird an zwei Stellen angebohrt, die Löcher mit elektrisch leitendem Gel gefüllt und mit teilisolierten Elektroden die Feuchtigkeit gemessen. Die Oberflächenfeuchte wird mittels zweier Nadeln gemessen, die in die Oberfläche gesteckt werden. Dieses Verfahren kann zu einer Tiefenfeuchthebestimmung erweitert werden, wenn man die Oberfläche dicht mit Folie abgedeckt und nach etwa einem Tag Wartezeit einsticht und misst. Ein weiteres Verfahren besteht darin, dass man in den Baustoff ein Loch bohrt (15 mm Durchmesser und mindestens 30 mm tief) und in dem Loch die Gleichgewichtsluftfeuchte misst. Dabei ist das Loch abzudecken, um einen Luftaustausch mit der Umgebung zu verhindern. Einzelheiten der Verfahren und der Beurteilung finden sich in der Bedienungsanleitung zu den angebotenen Geräten. Bei weitergehenden Fragen sprechen Sie uns an.
Kohlenmonoxid Die Giftigkeit von Kohlenmonoxid beruht auf der Bildung einer CO - Hämoglobin-Komplexverbindung im Blut Das so gebundene Hämoglobin ist nicht mehr in der Lage, den Sauerstofftransport im Blut zu übernehmen. Die Werte von CO—Hämoglobin (CO-Hb) betragen üblicherweise im Blut von Nichtrauchern 0,5 % (0,4-0,8 % ) und von Rauchern 5,0% (2,0—1 5,0 %) Die Symptome einer akuten CO — Vergiftung sind
20 — 30% Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Augenflimmern, Mattigkeit
(siehe Grafik dunkelblaue Linie)
30 - 40% Schwächezustand, Nausea, Erbrechen, ggf. Kollaps (siehe Grafik grüne Linie) 40 - 500/0 Tachykardie und Blutdrucksteigerung, Tachypnoe, Kollaps, Ohnmacht (siehe Grafik blaue Linie) SO - 60% Koma, Konvulsion, Cheyne-Stokes-Atmung 60- 70% zunehmendes Versagen von Herz und Kreislauf-System und Atmung; Tod
Die Werte der folgenden Grafik für die Bildung von CC — Hämoglobin wurden nach einer Formel berechnet und sollen nur einen Anhaltspunkt für die CO—Aufnahme geben, da hier Annahmen über das Körpergewicht die Tätigkeit und den Gesundheitszustand eingehen. Der Anstieg des C0-Hb folgt etwa der Gleichung: log CO-Hb = 0,85753• log(CO) + 0,62995 log t - 2,29519 wobei die Konzentration Kohlenmonoxid in ml/m (ppm) und die Einwirkzeit ( t ) in Minuten einzusetzen ist. Von der World Heath Organisation wurden folgende Grenzwerte festgelegt: In Deutschland gilt als max. Arbeitsplatzkonzentration (MAG: 30 Vol.ppm (Filter: 50 ppm) MAK-Wert und übrige Werte sind in der Grafik mit eingezeichnet (rote Linie). Thermische Behaglichkeit Sechs Hauptindikatoren werden zur • Lufttemperatur • Wandtemperatur Bestimmung der thermischen Behaglichkeit • Luftfeuchte • Luftbewegung betrachtet: • Kleidung • Körperliche Aktivität Abb. 3-5 Einfluss der Obenflächentemperatur der relativem Luftfeuchtigkeit und der Luftbewegung Weitere Faktoren betreffen: • Staubgehalt der Luft • Gase z.B. C0 Dämpfe, Gerüche Vermutete jedoch nicht quantitizierhare Faktoren sind: • Radioaktive Strahlung • Farbe der Wände und Einrichtung Nach ISO 7730 lässt sich die Behaglichkeit mittels einer statistisch ermittelten Formel beschreiben, die die oben genannten sechs Hauptfaktoren in die Rechnung einbezieht Als Ergebnis der Rechnung wird ein so genannter PtQ1V— Index ( predicted meanvote) erhalten, der auf einer Skala von ÷3 bis —3 angibt wie viel % Unzufriedener es als zu warm (positive Werte) oder zu kalt (negative Werte) empfinden. Bei F=O sind immer noch 5 % der betroffenen Personen unzufrieden.
Wegen der Kompliziertheit der Auswertung von DIN 7730 hilft man sich mit Näherungen. In Friedrich „Tabellenbuch Holztechnik", Ferd. Dümm Vedag Bonn, 1994, wird angegeben: Einfluss der Temperatur: Raumtemperatur plus Oberflächentemperatur sollten zusammen 36 (t) ergeben. Der Einfluss der drei Haupteinflussgrößen Oberflächentemperatur, relative Luftfeuchte, Luftbewegung wird in Diagrammen in Abhängigkeit von der Raumlufttemperatur auf die Behaglichkeit angegeben. Diese Diagramme beinhalten nicht den Einfluss von Kleidung und Tätigkeit und sollten daher nur als Hinweise für Wohnklima verstanden werden. Eine ausführliche Diskussion zur Behaglichkeit findet sich in: Reckjiagel, Sprengefl Schramek „Taschenbuch für Heizung + Klimatechnik" (so.), daher sei auf dieses Buch verwiesen. Hier sind auch die Regelwerke für Beleuchtung und Schal zitiert Hauptanwendungsgebiete der C0 bei niedrigen Konzentrationen sind im Bereich der Heizungs- und CO —Messung (Einheiten Klimatechnik: V bzw. VoI.-% ) • Nachweis des hinreichenden Luftwechsels in Versammlungsräumen/ Gaststätten etc. • Nachweis der Dichtheit von Abgasleitungen in Schächten • Kontrolle auf Einhaltung des MAX- Wertes (maximale Arbeitsplatzkonzentration) Mit der Atemluft scheidet der Mensch Kohlendioxid aus (ruhend bzw. „normal" beschäftigt: ca. 20 lfh). Gleichzeitig gibt er eine Reihe anderer Gerüche von sich, die zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Luftqualität führen. Bei Rauchern ist dieser Effekt besonders ausgeprägt. Die Kohlendioxid—Konzentration ist dementsprechend eine gute Leitgröße für die Beurteilung der Raumluftqualität und der Angemessenheit der Lüftung. Pettenkofer schlug etwa 1870 von dass der maximale Kohlendioxidgehalt der Atemluft 0,1 Vol % nicht überschreiten solle. Aus dieser Zahl ergibt sich - mit Rundungen und dem Gehalt der Außenluft gerechnet — eine Luftrate von ca. 30 m3 /h ‚ die sich in der einen oder anderen Form in den meisten Lüftungsregeln wieder findet (siehe DIN 1946 T.2 ). Bei dieser Lüftungsrate beträgt der PD—Wert (Persons dissatisfied) etwa 20 %. Dies wird als tolerierbarer Grenzwert für die Luftqualität in Innenräumen hingenommen. Es sei angemerkt, dass der 00 nur die Luftverunreinigung durch den Menschen wir gibt Andere Verunreinigungen, z.B. durch Teppichböden, Möbel, Parkett, Reinigungsmittel etc. werden hierdurch nicht erfasst und können eine höhere Lüftungsrate notwendig machen (Sick Building Syndrome). Der Wärmedurchgangskoeffizient von Wänden kann mit hinreichender Genauigkeit einfach vor Ort gemessen werden. Auf diese Weise können verwendete Baumaterialien überprüft und Kältebrücken sowie durchfeuchtete Stellen in Koeffizient Einheit Wänden gesucht werden. Nachrechnungen des Wärmebedarfs nach DIN 4701 werden so auch für Altbauten mit unbekanntem Wandaufbau möglich. Bei Neubauten kann überprüft werden, ob die Vorgaben der Wärmeschutz- t K) Verordnung (bzw. in Zukunft der Energieeinspar-VO) eingehalten wurden. Der Messung liegt folgender Gedanke zugrunde: Misst man die Lufttemperaturen innerhalb und außerhalb der Wand, so kann man nach der Wärmestromgleichung (der Wärmestrom ist der Temperaturdifferenz und der Fläche proportional) einen Gesamt-Wärmedurchgangskoeffizienten berechnen, wenn man den Wärmestrom kennt. Dieser Gesamt-Wärmedurchgangskoeffizient setzt sich aus den drei Widerständen 1. Wärmeübergang von der Raumluft auf die Wand 2. Wärmedurchgang durch die Wand und 3. Wärmeübergang von der Wand auf die Umgebungsluft zusammen. Wenn die Wand sich nicht abkühlt oder aufwärmt (zeitlich konstante Temperaturen) muss der Wärmestrom in allen drei Fällen gleich sein. Misst man also die Wandtemperatur, kann man die Wärmestromgleichung auch für den Übergang auf die Wand ansetzen und ihn mit dem für den Strom über alle drei Widerstände gleichsetzt. Legt man für den Wärmeübergang auf die Wand mit hinreichender Genauigkeit den Wert ai = 7,69 W/m2 zugrunde Wärmeschutzverordnung, Anlage 1 zu §2), kann man mit dieser Annahme den k-Gesamtwert ausrechnen. Die ( U ) eines festen Wertes für den Übergang auf die Wand im Innenraum beinhaltet: keine erzwungene Strömung ( kein Wind ), nur thermische Konvektion an der Wand, bei angeschaltetem Heizkörper evtl. Störung durch einen höheren Wert. Es sei noch mal darauf hingewiesen, dass diese einfache Messung nur im Beharrungszustand der Wand möglich ist. Dies ist sicher nicht der Fall, wenn die Sonne auf die Außenwand scheint und wenn das Zimmer nach der Nachtabschaltung aufgeheizt wird, bzw. einige Zeit nach Sonnenuntergang, wenn das Haus auskühlt . Es rät sich, zu Zeiten zu messen, wenn die Temperaturänderung wechselt. Das ist der Fall zur kältesten Zeit des Tages, d.h. kurz nach Sonnenaufgang oder am frühen Nachmittag, bevor die Temperatur zu stark absinkt. Ein bedeckter kalter Tag mit wenig Wind ergibt grundsätzlich den besten Messwert.
Videoinspektion in Lüftungen, Schornsteinen, Abgasleitungen und anderen unzugänglichen Räumen werden Videoinspektionssysteme Schornsteinen und Abgasleitungen! Zur visuellen Kontrolle, Fehlersuche und Dokumentation eingesetzt. Beispielsweise lassen sich Montagefehler beim Bau von Schornsteinen mit Hilfe dieser Systeme leicht lokalisieren. Ein Farbbeispiel oder Schwarz- Weis Bild zu Lüftungsanlagen findet eine genaue Aussagekraft über die Qualität - sowohl die Notwendigkeit der Reinigung als auch deren Nutzen können dem Anlagenbetreiber mit Hilfe des Kamerasystems klar vor Augen geführt werden. Oftmals stellt die Videoinspektion die am einfachsten handhabbare und kostengünstigste Methode zur Fehlersuche dar, so dass sich die Anschaffung schon nach wenigen Einsätzen amortisiert. Zur Dokumentation und Weiterverarbeitung der Bilder wird das Videosignal der Kameras an einem Videoausgang im standardisierten BAS- bzw. FBAS- Format zur Verfügung gestellt. Durch den Anschluss eines Recorders können die Videobilder direkt in einen PC überspielt oder auf Disketten gespeichert werden. Das zur Datenreduktion eingesetzte Komprimierungsverfahren JPEG (Joint Photographic Expert Group) reduziert dabei die Bilddaten um den Faktor 12-16 ohne merkliche Qualitätsverluste. Beispielsweise können auf einer 3,5" Diskette bis zu 35 Videobilder im JPEG Format gespeichert werden. Zur Erfassung des Videobildes werden oftmals CCD- Module verwendet. Die Abkürzung CCD steht für "Charge Coupled Devise" und kann mit „Iadungsgekoppelter Bildsensor übersetzt werden. Ein CCD Modul setzt sich aus einer Vielzahl lichtempfindlicher Zellen zusammen. Wie ein Transistor steuert eine Fotozelle die Stromdurchlässigkeit. Je mehr Licht auf die Zelle trifft, desto mehr Strom kann fließen. Bei der Digitalisierung wird der Höhe des gemessenen Stroms ein Zahlenwert im binären Code zugewiesen. Je mehr Zellen auf dem CCD untergebracht sind, desto feiner wird das Raster und desto schärfer wird das aus Punkten zusammengesetzte Bild. In der digitalen Fotografie sorgt eine sehr hohe Auflösung der CCD Module für die äußerst scharfe Darstellung des Objekts. In der Videotechnik existiert eine Grenze, die durch die Anzahl an Spalten und Zeilen der jeweiligen Fernsehübertragungsnorm festgelegt ist. Die PAL (Phase Alternation Line) Norm, die europaweit verwendet wird, zeigt 750 x 500 Bildpunkte. Eine weitere vor allem in den USA verwendete Norm ist NTSC (National Television Standards Committee). Hier werden 768 x 576 Bildpunkte zur Darstellung des Femsehbilds verwendet. Um mit einem CCD Modul sowohl der PAL Norm mit 375000 Bildpunkten als auch der NTSC Norm mit 442368 Bildpunkten zu entsprechen, besitzen CCD Module in der Regel 450000 bis 5D0000 Bildpunkte. Bei einem 1/4" Modul befinden sich diese Punkte auf einer Fläche von nur ca. 0,4 cm Bild 4 zeigt ein solches Modul inklusive Elektronik zur Steuerung und Signalverarbeitung. Neben CCD Modulen werden in der Videoinspektionstechnik auch CMOS- Bildsensoren eingesetzt. CMOS steht für "Complementary Metal Oxide Semiconductor" und bezeichnet eigentlich nur ein bestimmtes Herstellungsverfahren. Grundsätzlich ist die Funktionsweise von CCD- und CMOS- Sensoren ähnlich. Beide Typen basieren auf der photovoltaischen Reaktion, die eintritt, wenn ein Halbleitermaterial (i.d.R. Silikon) dem Licht ausgesetzt wird. CMOS Bildsensoren besitzen höhere dichten als CCD Module. Bildsensor und Steuerungselektronik können in einem Bauteil mit demselben Herstellungsverfahren produziert werden. Dies führt zu immer kleineren und leistungsfähigeren Bildsensoren, die sich damit mehr und mehr Anwendungsgebiete erschließen.
Die Verbrennung ist ein chemisch-physikalischer Vorgang (Oxidation), bei dem brennbare Bestandteile mit dem Verbrennung Sauerstoff der Luft unter freiwerden von Energie reagieren. Da eine vollkommene Verbrennung der Brennstoffe aus feuerungstechnischen Gründen nicht möglich ist, werden u.a. unverbrannte Bestandteile des Brennstoffes über den Schornstein abgeführt. Ruß als ein Verbrennungsprodukt verbleibt in der Feuerstätte, im Verbindungsstück bzw. Ofenrohr und im Schornstein. Um die Funktion der Feuerstätte zu erhalten, also die Abgabe der Wärme über den Wärmetauscher an den Wärmeträger und die möglichst widerstandsfreie Abführung der Abgase zu gewährleisten, und um die insbesondere vom Ruß aus der Verbrennung fester Brennstoffe ausgehende Brandgefahr abzuwenden, müssen die Russablagerungen entfernt werden. Eine Rußschicht von 1 mm Stärke an den rauchgasseitigen Wand des Wärmetauschers vermindert die Heizleistung der Feuerstätte bereits um bis zu 5 %. Heizkesselreinigung erhöhen deutlich den Wirkungsgrad. Die Verbrennungswärme wird durch die Russablagerungen nur gebremst an das Heizwasser der Feuerstätte abgegeben. Dadurch erhöht sich die Abgastemperatur. Der Wirkungsgrad verringert sich. Vor jeder Reinigung ist darauf zu achten, dass die Feuerstätte gegen unbeabsichtigtes Einschalten abgesichert ist Es ist zu berücksichtigen, dass Ruß aggressiv reagiert und gesundheitsgefährdend ist Deshalb ist eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Atemschutzmaske, Schutzbrille und Handschuhe unbedingt erforderlich. Diese Schutzausrüstung ist auf den vorstehenden Seiten aufgeführt. Weiter ist zu beachten, dass die aus Metall bestehenden Feuerstätten stromleitend sind. Dies bedeutet, dass beim Begehen des Brennraumes nur Sicherheitsleuchten mit Niederspannungsbetrieb über Trenntrafo verwendet werden. Andere elektrische Geräte wie Staub und Bohrmaschinen müssen an der Steckdose über einen Sicherheitstrennschalter abgesichert sein. Die Art der Feuerstätte entscheidet über die Reinigungsmethode. Als Reinigungsmethoden unterscheidet man grob: • mechanische Reinigung • chemische Reinigung Die mechanische Reinigung von Brennräumen, Wärmetauschen und Rauchgaszügen ist sicherlich die gängigste Mechanische Reinigung Methode. Folgende in diesem Katalog aufgeführte Artikel bieten sich hierzu an: Kesselbürsten mit Heizkesselstangen, Ofenrohrbürsten, Handfeger, Staubsauger und Sottpinsel Bei großen Feuerstätten empfiehlt sich die Reinigung mit der Motorkesselbürste: Die Drehbewegung einer Bohrmaschine wird durch Spindeln auf die Aufschraubbahren Bürsten übertragen. Führungstützen vor den sich drehenden Spindeln und verhindern das Schlagen der Arbeitswelle. Die Motorkesselbürste kann praktisch beliebig verlängert werden. Für die Reinigung großer Brennräume werden Glockenbürsten auf die Motorkesselbürste geschraubt Durch die Drehbewegung richten sich die Flachdrähte der Glockenbürste auf und wirken wie eine Schleifscheibe. Kleinere Feuerstätten werden mit Kesselbürsten gereinigt Die Kesselbürsten sind mit Gewinde zum Aufschrauben auf Heizkesselstangen, oder mit angedrehtem Stiel, bestehend aus dem verzinkten Seelendraht der Kesselbürste, lieferbar. Kesselbürste und Heizkesselstange werden verwendet wenn zur Reinigung Kraft auf die Kesselbürste ausgeübt wer den muss. Kesselbürsten mit angedrehtem Stiel sind flexibler und finden bei kleineren Wärmetauschen Verwendung. Wichtig ist zu beachten die Borsten der Heizkesselbürsten legen sich beim Einstoßen in Rauchgaszügen um. Damit die Bürsten zurückgezogen werden können, sollte das Durchstoßen bis in den Rauchgassammler möglich sein. Ansonsten muss bei der Wahl der richtigen Heizkesselbürste besonders auf den passenden Durchmesser geachtet werden. Zur Reinigung der Brennräume bieten sich Dänen- und Rückwandbürsten an. Insbesondere die Dänenbürsten erreichen mit ihren drei Borstenreihen auch die Ecken der Brennräume. Die Stauscheiben der Q werden mit dem von uns angefertigten Sottpinsel gereinigt. Zwischen folgenden Besätzen für Kesselbürsten kann ausgewählt werden: Polyamil - Kunststoff, geeignet für Kesselbürsten mit kleineren bis mittleren Durchmessern, schont die Feuerstätte VA- Draht, gewellt -4 weich, durch die Drahtwellung stabil, neben Polyamid zur Reinigung von Edelstahlfeuerstätten Stahldraht - robust und stabil, geeignet für mittlere und große Durchmesser Flachdraht -‘ sehr stabil, gut geeignet bei großen Durchmessern Spiralfedern - eignen sich insbesondere für den Einsatz mit der Motorkesselbürste
Bei der chemischen Reinigung werden die rauchgasseitigen Wände der Feuerstätte mit einem alkalischen Reinigungsmittel zur Lösung der Verbrennungsrückstände eingesprüht. Hierzu wird Kesselspray in Verbindung mit dem Hochdrucksprühgerät benutzt werden. Die Kesseltemperatur wird auf etwa 50°C abgesenkt Das Kesselspray wird aufgesprüht Die enthaltenen thermisch leicht zersetzbaren Salze durchdringen den Ruß. Beim Aufheizen der Feuerstätte werden durch die einsetzende Treibwirkung die Russablagerungen aufgebrochen. Der Ruß kann jetzt leicht mechanisch entfernt werden.
Reinigung von raumlufttechnischen Anlagen Mit dem Einbau technischer Anlagen zur Be- und Entlüftung einzelner Bäume oder ganzer Gebäude sollen optimale Umgebungsbedingungen für den Menschen erreicht werden. In zahlreichen internationalen Untersuchungen wurde jedoch ein negativer Einfluss auf die Innenluftqualität nachgewiesen, der durch schlecht gewartete RLT- Anlagen hervorgerufen wird. Das Wohlbefinden des Menschen wird durch Staubpartikel, Gerüche, Mikroorganismen und durch unphysiologische klimatische Bedingungen massiv beeinträchtigt. Verschmutzte RLT- Anlagen haben einen hohen Reibungswiderstand. Dieser Reibungswiderstand führt zu einem Druckabfall im Kanalsystem und damit zur Verminderung der Durchflussmengen. Verunreinigungen an den Lüftungsgittern, Lüfterschaufeln usw. verstärken den Widerstand. Abnahmen der Durchflussmenge um 10 % reichen aus, um ein gesundes Raumklima in ein schlechtes zu verwandeln. Auf keinen Fall zu vernachlässigen ist die Brandgefahr, die von schlecht gewarteten RLT- Anlagen ausgehen kann. Insbesondere bei Anlagen in Küchen stellt das sich ansammelnde Fett ein großes Gefahrenpotential dar. Das im August 1996 in Kraft getretene Arbeitsschutzgesetz gibt dem Stand der Technik (DIN-Normen, VDI- Richtlinien usw.) Gesetzescharakter. Die darin enthaltene Arbeitsstättenverordnung ist nicht nur für Gewerbetreibende, sondern auch für den Öffentlichen Dienst und die Privatwirtschaft bindend. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine RLT- Anlage zur Aufrechterhaltung ihrer Funktion instand gehalten und betrieben werden muss mit folgenden Zielen: • Gewährleistung eines wirtschaftlichen Betriebes • Aufrechterhaltung eines sicheren Betriebes sowohl in technischer wie in hygienischer Hinsicht Die hierzu erforderlichen Aufgaben und Arbeitsintervalle sind in der VDI 6022 in einer tabellarischen Checkliste zusammengefasst. Die Intervalle entsprechen allgemeinen Erfahrungswerten aus technischer und hygienischer Sicht. Eine fachgerechte Reinigung ist in folgende Schritte gegliedert: • Analyse des Ist-Zustandes • Wirksame Reinigungsmethoden • Modernes Sanierungskonzept Im Zuge gründlicher Inspektionsarbeiten vor Ort muss zunächst eine Beurteilung der raumlufttechnischen Anlage vorgenommen werden. Hier finden die in diesem Katalog angeführten Messgeräte für Wärme, Feuchte, Luftvolumen und Drücke und die Video- und Endoskopietechnik Anwendung. Folgende Reinigungsmethoden können u. a. unterschieden werden: Trockenreinigung • Druckluftreinigung • Hochdruckeinigung Bei dem mechanischen Reinigungsverfahren werden die in diesem Katalog angebotenen Stoßbesen mit Edelstahldraht oder Kunststoffborsten, aufgeschraubt auf Haspeln, oder biegsame Wellen durch die RLT Anlage geschoben. Der gelöste Staub wird abgesaugt Je nach Staubmenge und Dichte muss die Absauggeschwindigkeit bei 10 - 15 m/sec liegen. Bei normalem unbelasteten Staub empfiehlt sich der Einsatz eines Saugventilators mit einer Leistung von 1.500 -10.000 m Der Abscheidegrad des Nachgeschalteten Filters sollte bei 95 - 98 % liegen. Handelt es sich um gesundheitsgefährdende Stäube, muss der Abscheidegrad 99,995 % betragen. Die Haspeln eignen sich hervorragend zum Schieben der Stoßbesen durch Lüftungsanlagen mit losem Staub. Sie unterscheiden sich durch die Stärke der GFK-Stangen. Entsprechend dem Durchmesser der Lüftungsrohre wird die passende Stange ausgewählt Die GFK-Stangen bestehen aus einem sehr festen und dennoch hochflexiblen Glasfaserkern, der zum Schutz vor scharfen Kanten kunststoffummantelt ist. Mit den Stangen ist es möglich, mehrere Umlenkungen hintereinander zu durchfahren. Die Handhabung der Haspeln wird entscheidend durch eine Auslaufbremse und Rücklaufsperre erleichtert. Beide Vorrichtungen ermöglichen das problemlose Herausziehen und Einschieben der GFK Stange. Ein unkontrolliertes Auslaufen aus der Haspel ist so nicht möglich. Biegsame Arbeitswellen werden eingesetzt, wenn der Staub fest sitzt. Eine Bohrmaschine lässt die aufgeschraubten Stoßbesen rotieren. Achtung: Keine Stolihesen mit Metalihorsten verwenden. Funkenflug kann zu einer Staubexpiosion führen. In älteren RLT- Anlagen sind unter Umständen Bauteile au asbesthaltigern Material eingebaut worden. Asbestfasern sind stark gesundheitsgefährdend. Bei Arbeiten an solchen Anlagen muss die Gefahrstoffverordnung beachtet werden. Mit einem Kompressor mit mindestens 5 bar Leistung wird Druckluft über eine Düse in den Lüftungsschacht eingebracht Der Rückstoß treibt die Düse vorwärts. Loser Staub wird aufgewirbelt und mit einem Saugventilator, der eine Leistung von mindestens 1.000 m haben sollte, abgesaugt • Werterhaltung der Anlage • Sicherstellung der Verfügbarkeit Chemische Reinigung Reinigung von Lüftungskanälen und anderer raumlufttechnischer Anlagen ( RLT- Anlagen ) Ziele der Instandhaltung und Betreibung einer RLT Anlage -- Arbeitsschritte einer fachgerechten Reinigung
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